Tag 8 von Marrakesch nach Sidi Ifni

Wir sind heute um 07:00 Uhr aufgestanden und sind mit unserem Gepäck direkt vom Hotel zum Parkplatz. Den unfreundlichen Kellner mit seinem „Frühstück zum abgewöhnen“ haben wir uns heute gespart. Um 07:30 Uhr waren wir auf der Straße in Richtung hoher Atlas. Schon nach kurzer Zeit konnte man die schneebedeckten Gipfel erkennen. Und dann ging es steil bergauf. Die Straßen waren natürlich relativ eng und kurvig aber gut befahrbar und bitten atemberaubende Ausblicke. Gegen 11:30 Uhr erreichen wir Tizi n Test, die mit über 2100 m höchste Stelle. Hier gönnen wir uns das weltberühmte „Berberomelett“.  Von nun an geht es nur noch bergab. Natürlich auch kurvig aber eben auch wieder mit viel Landschaft. Die Klimazonen wechseln beeindruckend schnelll und nach 5 Grad auf dem Pass sind wir sehr schnell  am Fuss des Atlas und trinken im Ort einen Kaffee bei 26 Grad. Gegen 17:00 Uhr sehen wir das Meer und sind ungefähr einen Stunde später auf dem Campingplatz in Sidi Ifni. Hier steht unser „fahrbares Heim“ in Strandnähe. Und neben einem traumhaften Sonnenuntergang hören wir das Meer rauschen (Kurt nennt es Krach). Heute kochen wir selbst – es gibt Nudeln in Tomatensauce und ein Glas Wein dazu. WIr habe heute ca 450 Km geschafft. Morgen soll es an der Küste entlang, auch ca 450 Km in Richtung Westsahara gehen.

Tag 7 Marrakesch

Der Tag fing schon schlecht an. Das Frühstück im Hotel „CTM“ gibt es nicht mehr auf der Dachtterasse sondern wurde an ein Café zwei Türen weiter outgesourcet. Dort war man dermaßen unfreundlich, dass man meine einfache Frage, ob man ein Omelett oder ein Spiegelei bekäme mit einem genau so einfach „No“ beantwortete. Eine Frage nach einem zweiten Kaffee haben wir uns dann verkniffen. Das gibt Punktabzug.

Aber danach wurde es besser. Wir machten uns auf den Weg in die Altstadt und ließen Menschen, Bilder, Farben und Gerüche in den schmalen Gassen auf uns wirken. Auch die Kultur kam nicht zu knapp. Im Nationalmuseum stellte eine Künstlerin aus. Unter anderem bestaunten wir das Werk „Grün und Schwarz heiraten nicht“ . Warum das so ist haben wir allerdings nicht erfahren. Dann haben wir uns auch noch eine ehemalige Koranschule angesehen. Zu Mittag gab es auf einer der vielen Dachterassen gegessen und die Aussicht genossen. Gut, dass wir die langen Sachen an hatten – es war im Wind doch empfindlich kalt. Zurück am Hotel hat der Kurt erst einmal Siesta gehalten und ich bin ins Café und habe mir das bunte Treiben auf dem Platz angeschaut. Dann habe ich Bewohner des Landes der Dichter und Denker mal in Aktion erlebt. Der Kellner wollte einfach nicht verstehen was mit “ eene Guuchel Büstaschienees und ne Daasche Mogga“ denn wohl gemeint – Idiot der, aber unser Geld nehmen se.

Abends haben wir uns wieder auf dem Platz mit lokalen Speisen versorgt. Schafskopf mit Hirn habe ich mir dann doch lieber für das nächste mal aufgehoben.

Jetzt noch ein bis zwei Gläser Wein und dann ins Bett. Morgen wollen wir früh los über den hohen Atlas bis ans Meer.

Tag 6 von Fès nach Marrakesch

Um 07:30 Uhr haben wir die Fahrt von ca. 470 km Länge und 9:30 h Dauer gestartet. Das Navi hatte wohl lustig Gefrühstückt und führte uns dan auch prompt über recht wilde Straßen/Wege.  Wir konnten eine sehr abwechslungsreiche Landschaft genießen. Es ging durch den mittleren Atlas und danach durch landwirtschaftlich intensiv genutzte Tiefebenen.

In Marrakesch konnten wir leider nicht direkt auf den Platz fahren, da uns ein Polizist zurückhielt uns auch nicht mit sich diskutieren liess. Der Platz ist seit Neustem nur zwischen 5 und 13 Uhr von Publikum befahrbar. So haben wir uns dann einen bewachten Parkplatz gesucht und unser Hotel (CTM) direkt am Djema el Fna (Platz der Geköpften) bezogen.

Auf dem Platz haben wir die teuersten Nüsse unseres Lebens (aber sie schmecken) und eine warme Mahlzeit genossen. Es war gar nicht so einfach den „richtigen“ Platz zum Essen zu finden, da wir bei der intensiven Begutachtung der einzelnen Restaurants immer wieder von Animateuren umlagert waren, die die Vorteile gerade diesen Restarants hervorheben wollten. Nachdem wir eine ganze Runde um alle Restaurants gezogen hatten, immer mit der Veströstung, dass wir schon gegessen hätten und vielleicht morgen wiederkämen, haben wir das erst beste Restaurant genommen. Es gab als Hors d’oeuvre eingelegte Oliven und Tomatensausse zum dippen. Als Hauptgericht hatte Markus Mergez und dazu für beide gebrates Gemüse, für mich noch eine Suppe und Veggie Spiese. Das ganz für  ca. 10 Euro. Das  erschien uns nach dem 30 Euro Kauf an Nüssen und Madelns doch sehr billig.

Jetzt lassen wir den Abend bei Rotwein ausklingen und für morgen steht Marrakesch auf dem Plan.

Tag 5 Fès

Wir haben den Tag mit einem guten Frühstück, Kurt hat „Eier ala Nelles“ gebraten, begonnen. Dann sind wir mit dem Auto in Richtung Stadt, wurden gleich von einem Guide abgefangen und zu einem Parkplatz geleitet. Nun ereilte uns das wohl übliche Tourischicksal: Wir wurden durch die lokalen Sehenswürdigkeiten geführt. Eine Geberei, der Teppichverkauf, eine Weberei und der Apotheker, deruns nebenbei auch einige illegale Pflanzen anbot. Dass mit dem Guide hatte allerdings den Vorteil, dass man in Ecken gekommen ist, in die man sich niemals alleine getraut hätte.

Kurt hat sich eine Lederhose (Dromedar) schneidern lassen, die wirklich pünktlich um 20:00 Uhr zum Campingplatz geliefert wurde. Und ich habe mir einen Teppich gekauft, obwohl ich ihn eigentlich gar nicht wollte, aber ich habe hart verhandelt 🙂

Zum Abend gab es dann „Bratkartoffeln dela Kurt“ – ein absoluter Genuss! Dazu erst Pastis und dann einen Rotwein.

War wieder ein toller Tag und morgen Früh geht es dan in Richtung Marakesch

Tag 4 Tanger

Gestern haben wir den Campingplatz nur gefunden, da wir mit Navi gefahren sind und die GPS Koordinaten hatten. Es ging mitten durch die Stadt, dann durch die Altstadt mit ihren steilen Straßen und engen Gässchen. Manchmal musste man auch mal wieder zurück setzen, um einen entgegenkommenden Wagen durchzulassen. Diese Strecke bin ich gefahren, Markus hatte noch Welpenschutz. Der Campingplatz war super, mit tollem Ausblick und warmen Duschen.

Heute ging es dann von Tanger an der Küste lang Richtung Fes. Wir passierten die Orte Tetouan und ?? Dann haben wir Fahrerwechsel gemacht und Markus musste sich erst einmal an den Verkehr und den Fahrstil gewöhnen. Aber dann ist es doch passiert. Ein mobiles Blitzgerät erfasste uns und wir würden rausgewunden.  Markus wurde unmissverständlich klar gemacht, dass er die durchgezogene Linie berührt hätte. Das kostet hier 400 Dirham und da halft auch kein reuiger Augenaufschlag (es war eine Polizistin). Aber als sie aus ihrer Wasserflasche trank bat sie Markus auch einen Schluck an und schenke ihm daraufhin die ganze Flasche. Auch ein Erfolg.

Dann ging es weiter im flotten Galopp. Kurz darauf wurden wir schon wieder von der Polizei gestoppt. Wir hatten ein Stoppschild überfahren. Hier war es aber nicht ganz so teuer. Die Polizisten sprachen deutsch, und ein Polizist sagte dann „ich vergebe ihnen“ auf deutsch. Gut gelaufen.

Zwischendurch werden immer mal wieder Stopps gemacht, um einen Café au lait oder Thé de Menthe zu trinken oder an einem der Strassenrestaurants ein Häppchen zu nehmen. Meistens sind die zwar etwas fleischlastig, aber auch ich finde immer was zu picken.

 

Mit der Dunkelheit haben wir den Campingplatz gefunden. Es ist ein riesiger Komplex mit Bungalows und Stellplatz für jede Menge Wohnmobile. Auch die sanitären Anlagen sind in guter Quaität. Im Restaurant gab es dann auch WiFi, so dass wir wieder bloggen konnten.

Die Landschaft ist durch Landwirtschaft geprägt. Viele Olivenbäume und Getreide, aber man sieht auch kleinere Herden Tiere (Kühe und Schafe). Es gibt sogar einige Staudämme, die das Wasser für die Landwirtschaft speichern.

Morgen werden wir mal in Kultur machen und uns Fes anschauen.

Tag 3 Algeciras

Nach fast durchfahrender Nacht mit kurzen Schlaf- und Kaffeepausen erreichen wir gegen 07:00 Uhr den Fährhafen Algeciras. Es waren bisher 2850 Kilometer und 40 Stunden. Nun regeln wir alle Formalitäten und „Antonio“ (keiner weiß wer das ist, wo er herkommt und wohin er auf einmal verschwindet) hilft uns bei den ortsansäßigen Cafés, Zollbüros und Fährfahrkartenverkäufern.

Leider hat die Fähre Verspätung. Wir überbrücken die Wartezeit mit „in der Sonne sitzen“, Suppe- und Kaffeekochen Mal sehen, wann wir in Afrika ankommen.

Um 17:00 Uhr kommen wir mit der Fähre in Tanger an. Zoll und Formalitäten kosten uns noch einmal ca. 1h aber ab dann fahren wir durch Afrika!

Die Fahrt durch Tanger ist eine echte Herausforderung, wir erreichen einen Campingplatz in der Perepheri und haben einen traumhaften Blick aufs Meer und nach Europa.

Wir genießen Pizza, Minztee, Pastis und Rotwein. Afrika rockt!! Wir haben so langsam Bettschwere

Tag 2 Anreise

Die Suche nach einem Supermarkt gestaltet sich schwierig. Nach dem wir bei Arcachon die große Dühne bestiegen haben, entern wir einen „Hyper-U“ und erstehen die notwendigen DInge des täglichen Bedarfs wie Pastis, Bier, Brot und Käse. Nach einem ausgiebigen Frühstück gehts dann ans Kilometerschruppen.  Gegen 16:00 Uhr erreichen wir die spanische Grenze. Am Rand der Pyrenäen ist schon Frühling. Mit kurzen Pausen gehts quer durch Spanien.

Tag 1 Anreise

Ich bin um 6 Uhr aufgestanden, die letzten Dinge sind jetzt eingepackt. Danach nach Hannover auf die Arbeit gefahren. Jetzt müssen wir noch bis 15 Uhr arbeiten, bis es dann endlich auf die große Reise geht. Das wird ein mühseliges Warten. Das Wetter wird schlechter, ein gutes Zeichen um abzuhauen und gegen Süden zu fahren. Heute werden wir bis gut nach Frankreich kommen.

Es ist 00:30 Uhr und wir sind kurz vor Paris. Bisher lief alles völlig problemlos. Wir haben einmal getankt (Diesel :-)) und mal kurze Pinkelpausn eingelegt. Der Sprinter sprintet.

Morgen geht es los

Morgen geht es los. Wir sind alle schon sehr gespannt. Gestern haben wir noch ein Auspuffrohr angebaut und zwei Birnen gewechselt, so daß wir jetzt auch rechts Abblendlicht haben. Markus hat seine Einkäufe vorbeigebracht und Wasser und Klopapier an Bord genommen. Zu essen ist genug da, wir haben Kartoffeln, Zwiebeln, ungefähr 20 Suppen, Spagetti, vegetarische Bolognesesauße, und jede Menge Knabberkram. Dazu 12 Flaschen Sprudelwasser „medium“, 10 Liter Wasser für Kaffee und 10 Liter Rotwein. In Frankreich werden wir dann noch Dosenbier (da braucht man kein Pfand bezahlen) und Ricard für den Sundowner gebunkert. Gestern hatte ich noch überlegt, ob wir die Fähre von Algeciras nach Tanger schon buchen, da man dadurch Geld sparen kann, aber dadurch würden wir uns auch fix auf den Termin festlegen, und das wollen wir eher nicht. Morgen 15 Uhr geht es dann vom NDR in Hannover los. Wir werden weiter berichten.

Abends hatte ich noch Vereinsabend bei meinen Schraubern in Lehrte. Die haben mich dann mit den besten Wünschen entlassen und mir noch Aufkleber vom „Blues in Lehrte“ mitgegeben. Auch Dubi hatte noch etwas beizusteuern. Schreibblöcke und Stifte für die Schule in Gambia. Vom NDR haben wir noch diverse Devotionalien wie Käppis, T-Shirts, Schlüsselanhänger und andere Dinge. Auch mein Arbeitsgeber, das IVZ hat sich großzügig gezeigt und mir abgeschriebene IPads und Ipods mitgegeben, die wir bei der DBO (Dresden-Banjul-Organisation) abgeben werden. Bei der letzten Reise haben wir dort auch schon Laptops und Iphones abgegeben. Wir werden mal schauen, was sie damit gemacht haben. ;-))

Wie alles begann

Jetzt geht es wieder los. Zum dritten Mal fahre ich mit dem Auto nach Gambia. Das erste Mal 2012 zusammen mit meiner Frau und 2016 mit der Rallye Dresden-Dakar-Banjul (auch mit Andrea). Jetzt fahre ich mit meinem Arbeitskollegen Markus Tusché. Wir sind schon ganz aufgeregt.

Den Wagen, einen 2003er Sprinter haben wir bei Fa. Davidoff in Hannover gekauft. ACHTUNG: dort gibt es keine Gewährleistung !! Der Wagen verbrauchte 16A Ruhestrom, so dass die Batterie immer leer war. Anscheinend war das Vorglührelais defekt. Herrn Davidoff war das egal und er hat auch nicht für eine Reparatur/Kompensation gesorgt. Ich habe das Kabel zum Vorglühen abgekniffen. In Afrika muß nicht geglüht werden. Später haben wir noch folgende Mängel festgestellt: Standlicht rechts defekt, Abblendlicht rechts defekt, Auspuffendrohr fehlt, Hebel zum Längsverstellen des Beifahrersitzes ist abgebrochen.

Der Wagen war ein ehemaliger Werkstattwagen und hatte noch den kompletten Einbau montiert und einen Dachträger. Den Dachträger konnten wir noch verkaufen.


Dachträger vom Sprinter

Von innen sah der Wagen so aus


Einbauten eines Werkstattwagens

Es ergab sich jede Menge Gerümpel


Einbauten nach dem Ausbau

Leer sah der Wagen dann richtig groß aus


Endlich PLATZ !

Jetzt mußten wir mit dem Motorrad mal Mass nehmen, um die Größe des Bettes zu bestimmen


Am wenigstens Platz nach das Motorrad rückwärts ein

Dann konnten wir uns an die Konstruktion des Bettes machen. Markus Tusché hat schon mal Mass genommen und es kam 1,40 * 2,00 Meter heraus.


Betteinbau

Fertig sieh das ganze jetzt so aus:


mit Bett und Motorrad

die Kabine ist abgetrennt, damit keiner ins Bett schauen kann

Die technische Revision war nicht so erfolgreich. Der Luftfilter war noch fast neu, den Ölfilter haben wir nicht herausbekommen und der Dieselfilter hat nicht funktioniert. Nach dem Wechsel des Filters ist der Wagen nicht mehr angesprungen und auch ein 2km langes Anschleppen hat den Wagen nicht anspringen lassen. Wir haben dann wieder den alten Filter eingebaut, mit dem es einwandfrei geklappt hat.