Autozulassung

Von Andrea

Es wird Zeit, auch mal was Positives zu Gambias Offiziellen zu schreiben. Die Anmeldung meiner Nissan Vanette ging nämlich flott und effizient. Freundlicherweise hatte Banna mir seinen Cousin zur Seite gestellt, der mir dabei half, die richtigen Büros und die richtigen Worte zu finden. Ein Bild von Mann! So schön!!!

Mit diesem schönen Mann, Mamoud, habe ich mich Montagmorgen um 10.00 Uhr getroffen, und Mamoud war pünktlich wie die Feuerwehr! Sehr gut! Zunächst ging es zur Polizei, um mein Auto registrieren zu lassen und ein Nummernschild zu beantragen. Der Polizist füllte ein Formular aus, zu dem er mir einige Fragen stellen musste, z. B. Was für ein Autotyp, groß, oder klein, Farbe (!), Diesel oder Benzin, …. Mit all diese Informationen und noch mehr füllte er das Formular aus. Einige der Angaben gab er dann auch in sein Computersystem ein, dass dann wiederum diese Wunderschöne Nummer ausspuckte. Nach WCR für West Coastel Region folgt die 5200 A. „Oh“, schwärmte der Polizist, ich sei eine sehr, sehr glückliche Frau heute Morgen. „Hä?“ „So eine wunderschöne Nummer! Da haben Sie aber ein riesen Glück!“ Da könne ich mich aber freuen, über so eine wunderschöne Nummer. Ja, dann freute ich mich. Er wollte es ja so.

Anschließend mußte ich bei der Bank gegenüber der Polizei Geld für die Autoanmeldung bezahlen. Die Bank ist sehr schön kühl klimatisiert, ist sehr sauber, mit Marmorfußboden, riesigen Fernsehbildschirm an der Wand, und hat im Obergeschoss extra einen Schalter, an dem man die Bezahlung für die Autoregistrierung vornimmt. Es gab keine Schlange, wir kamen sofort an die Reihe. Mit dem Einzahlungsbeleg gingen wir zur Versicherung, die gleich nebenan ihr Büro hat. Dort wurden wir ausführlich über die verschiedenen Versicherungsarten aufgeklärt und ich entschied mich für die günstigste Variante. Darauf bekam ich meine Versicherungspolice, die ich immer im Auto aufbewahren müsse!!!! Nun ging es mit Einzahlungsbeleg und Versicherungspolice zurück zum Polizisten. Dort durfte ich nun das Formular unterzeichnen und mein Antrag wurde per Internet nach Banjul in die Nummernschildpräge geschickt.

Nun benötigte ich noch einen Sticker, der belegt, dass ich die Straßenbenutzungssteuer bezahlt habe. Dafür mussten Mamoud und ich einen etwas längeren Weg quer durch das Marktviertel hinter uns legen. Dort bezahlte ich die Straßensteuer und im nächsten Raum, der so kalt klimatisiert war, dass man das Fenster geöffnet hatte, um Erfrierungserscheinungen entgegenzuwirken, bekam ich dann den Beleg, dass ich die Steuer bezahlt habe. Zurück zur Polizei zur Straßensteuerabteilung bekam ich dann den Sticker, der belegt, dass ich die Straßenbenutzungssteuer bezahlt habe. Den muss ich in die Fensterscheibe kleben, damit die Polizisten an den gelegentlichen Kontrollen sofort sehen können. Tja, und schwubs waren wir in nur knapp zwei Stunden durch! Und, kaum zu glauben, am nächsten Morgen um 10.00 Uhr konnte ich meine Nummernschilder entgegen nehmen. Und noch einmal schwärmte der Polizist, was ich doch für ein Glück hätte, so eine schöne Nummer bekommen zu haben.

Ich hab dann mal nachgefragt und in Erfahrung gebracht, dass die Leute gern so eine schöne Nummer wie ich hätten, weil sie gut zu merken ist! O.k.! Mit persönlich gefällt vor allem das „A“ im Nummernschild. „A“ wie Andrea!

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