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Heute müssen wir zur Weihnachtsandacht in die evangelische Kirche von Louis. Wir sind um 9 Uhr an der Straße nördlich von Sanyang verabredet. Dort befindet sich die kleine Steinkirche. Louis ist dort Pastor, seine Sohn mach die Übersetzung ins Englische und die Gesangparts und seine Tochter bedient die Trommel. Die Predigt wird in Portugiesisch gehalten, da Louis 1989 aus Guinea gekommen ist und es hier eine kleine Gemeinde von Guineern gibt. Die Kirche fasste ca. 25 Personen und war zur Hälfte mit Kindern gefüllt, die vor allem bei den Gesängen lauthals brillierten. Wir müssen dann auch während der Predigt aufstehen und uns vorstellen. Dann kam alle zu uns und stellten sich vor. Andrea hatte Louis vor der Messe noch eine Tüte Spekulatius geschenkt, die dann in der Predigt auch eine wichtige Rolle spielte. Mehrfach wurde die Tüte hochgehalten und die Bedeutung von Geschenktem hervorgehoben. Sonst war die Predigt allerdings etwas konfus. Es wurde über den Islam hergezogen, der keine Liebe verbreitet, sondern mit Sprengstoffgürteln herumrennt. Und dies obwohl die Religionen hier einträchtig nebeneinander leben. Seine Tochter betreut auch zwei muslimische Mädchen von einer benachbarten Familie. Wir sollten dann noch zum Essen bleiben. Die Besonderheit war allerdings, dass wir nach längerer Wartezeit zwar vier Teller mit verschiedenen Essen bekamen, aber nicht mit ihnen essen sollten, sondern unser Essen bei unserem Haus einnehmen sollten. Das hatte allerdings auch den Vorteil, das das viel zu viele Essen dann noch von den Arbeitern vertilgt werden konnte.

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