Endlich einen Watchman

Nachdem ich mit Andrea und Amrik wieder viel am Haus gebaut habe und auch das Watchman House fertig geworden ist, haben wir allen Bekannten gesteckt, dass wir eine Watchman brauchen. Eigentlich dachten wir, dass wir ihn „umsonst“ bekommen, da er ja Wohnen, Wasser und Strom umsonst hat, aber so läuft das hier nicht. Die meisten wohnen auf ihrem Compunt und bezahlen sowieso keine Miete. Moses, mit dem ich das Motorrad zugelassen habe hat sich später doch als sehr unzuverlässig herausgestellt. Den „Boy“, den Louis vorstellen wollte ich nicht gekommen, bzw. kam zu spät und traute sich dann nicht mehr. Sonst kam keiner, Deshalb brachte Louis heute noch einmal den Boy „Senoreh“. Es folgte ein klassisches Vorstellungsgespräch, bei dem herauskam, dass er schon 35 Jahre alt ist und keine Ausbildung hat. Auch hat er keinen Pass mehr, da er sich geweigert hatte dem Militär beizutreten, wie sein Vater und sein Zwillingsbruder. Aber er kann Trommeln und welche bauen, sowie Feuertänze aufführen und als Einziger auf der Welt mit einem Feuerhut tanzen. Außerdem war sein Vater ein Marabu und von ihm hat er die Kräuterkunde gelehrnt und verdient sich als Kräuterdoktor. Außerdem liebt er die Natur und wird sich gern um den Garten kümmern. Wir fanden, dass sind gute Voraussetzungen, um bei uns anzufangen. Wir haben ihn sofort eingestellt. Lohn bis März sind 2000 Dalassis, nach dieser Probezeit auch 3000.

Heute haben wir Amrik am Strand besucht und danach über das „Blue Kitchen“ an den Flughafen gebracht. Es gab dort eine riesige Schlange von Menschen, ich hoffe, er hat es geschafft. Als wir zurück zum Haus kamen hat uns Senoreh freudig begrüßt und uns erst einmal die Schlange gezeigt, die er erlegt hat. Sie ist ca. einen Meter lang und hatte einen gelben Bauch. Ob sie wirklich giftig war könnten wir nicht mehr ausprobieren, da sie schon keinen Schwanz und keinen Kopf mehr hatte. Außerdem hatte er schon alle Arbeiten erledigt, die gemacht werden sollten. Alle Palmen und Bäume haben einen Giessring, er hat eine Ananas gepflanzt, die Blätter das Bambusses sind weitgehend verbrannt und alles sieht gut aus. Von uns hat er noch eine wiederaufladbare Taschenlampe bekommen, über die er sich sehr gefreut hat. Zum Aufladen kann er die Solaranlage benutzen. Der Wechselrechter ist in seinem Zimmer. Hier kann er dann auch sein Handy aufladen. Er scheint sehr glücklich mit der Situation zu sein, vor allem, da er schon den ersten Lohn im Voraus bekommen hat und schon einen Großteil seiner Mutter geben konnte.

Morgen fahren wir für drei Tage nach Georgetown. MAl sehen, wie das Gelände nach unserer Rückkehr aussieht.

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