Sidecart Meeting Tag 3

Heute geht es früh los. Schon im 9 Uhr steht die erste Ausfahrt in die Stadt an. Also Ritual wie gehabt. Bei der Ausfahrt in den 3 km entfernten Ort Kiskunfeteghaza mit 40.000 Einwohnern fahren ca. 60 Fahrzeuge mit. Es werden wieder alles Straßen gesperrt und wir erreichen ohne Probleme den für uns gesperrten Parkplatz direkt am Rathaus. Dort werden wir von einem Repräsentanten im historischen Sitzungssaal des früheren Regionalparlamentes gegrüßt. Alle Reden werden sowohl ins Englische, als auch ins Deutsche übersetzt. Danach geht es 500 Meter zu Fuß zum Nationalmuseum im ehemaligen Grichtsgebäude und dem Kerker. Hier wird uns von der Leiterin des Museums berichtet, dass die Ungarn im 15. Jahrhundert hier von den Türken vertrieben wurden und erst 200 Jahre später von Maria Theresa von Österreich wieder angesiedelt wurden. Sie haben hier sogar eine richtige holländische Windmühle, die gerade mit EU Gelder renoviert wird.
Gegen 14 Uhr wird das schönste Motorrad prämiert. Es wurde von den nun zahlreichen Zuschauern auserkoren. Zudem der am weitesten Angereiste (Russland 3800km), der älteste Teilnehmer, der auf einem Gespann angereist ist (81 Jahre auf einer Pannonia) und das älteste Motorrad (eine Nimbus, Bj. 1939, ja meine). Dann wurde noch eine standesamtliche Trauung auf der Bühne durchgeführt. Sie kamen natürlich gebührend in Gespannen angereist. Dann sch das nächste Highlight. Der gemeinsame Korso durcht die Stadt. Polizei mit Blaulicht und Sirene vorneweg, dann das Brautpaar, dann alle Gespanne und dann alle anderen. Insgesamt eine mehrere Kilometer lange Schlange, die von den Spalier stehenden Bürger gefilmt und beklatscht wurde. Der Korso endete neben einem gesperrten Parkplatz. Hier hat der Organisator seinen Rockclub. Hier findet die jährliche Gespann Stuntshow unter grössem Gegröhle der Zuschauer statt. Der Höhepunkt war wieder das Abschrauben des Beiwagenrades durch den Beifahrer während der Fahrt. Dann eine Runde ohne Rad. Auch wenn ich es schon von youtube kannte, ein Genuss.
Zurück im Camp gab es noch die Bikerspiele, heute hauptsächlich Saufspiele und zum Abschluss der Auftritt der „Blues Brothers“ Coverband. Der verzögerte sich aufgrund von heftigen kurzen Regenschauern ein wenig. Leider hatte ich mein Zelt zum Lüften zum Teil geöffnet, und so hatte ich dann ein geflutetes Zelt und einen nassen Schlafsack. Zum Glück nur von außen und ich war von dem langen Tag auch rechtschaffen müde.

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