Budapest – Sidecar Meeting

  • Ichbin schon kurz vor sieben aufgestanden. Die ersten waren gegen 5 Uhr wach. Ich habe mit den Australiern noch eine Tasse Tee getrunken und bin gegen halb Acht los. Die Landschaft ist nicht sehr abwechlungsreich. Kleine Felder mit manuellem Gemüseambau. Irgendwie werde ich immer an Afrika erinnert, und das nicht nur wegen der Hitze. Bis ca. 30km vor dem Austragungsort ist mit noch kein Gespann begegnet, aber jetzt kommt mir eine geführte Horde von ca. 50 Gespannen entgegen. Alle grüßen freundlich, endlich angekommen. Ich genehmige mir erst einmal ein Bier und suche mir einen schattigen Zeltplatz im Wald. Hier wird noch alles aufgebaut. Ich kann mir noch Zeit lassen.
  • Dann die große Enttäuschung. Es gibt hier keine Preise. Das ist bitter, ich hätte gute Chancen gehabt. Aber es gibt nette Menschen und Gespräche, auch wenn es befremdlich ist, wenn jemand auf einer Ural mit Uniform ankommt und stolz sein Gewehr präsentiert, welches er im Beiwagen hat. Das Treffen wird zum ersten Mal zusammen mit einer Militärausstellung veranstaltet. Aber sonst ist es lustig, ich reihe mich ein für die Taxifahrten für die Kinder und das Bier schmeckt gut. Gleicht spielt die dritte Band und dann bin ich auch müde.

Bratislava – Budapest

Heute sollte es sehr heiß werden . Nach dem
Frühstück (Kaffee, mehrere), fahre ich gegen 9 Uhr los. Die Gegend ist langweilig, plattes Land, keine Kurven und immer schnurgerade an landschaftlich genutzten Grossflächen vorbei. Selten einmal ein kleiner Ort. Die Sonne brennt unerbittlich mit 31 Graf auf die Lederhose und die Stiefel. Die Grenze zu Ungarn ist die Donau und man fährt über eine alte Eisenbrücke mit Blick auf ein Kastel. Direkt im nächsten Ort halte ich an und gönne mir eine Pause mit einem großen eiskalten Biet (ziiiisch!), und einer Pizza, diesmal sogar eine Fertigpizza. Aber was einen nicht umbringt macht einen hart?

Die Pizza war doch ganz gut und die Strecke wurde richtig klasse. Kleine bewaldete Berge mit tollen Kurven wie in der Pfalz. Aber die Hitze unerträglich, ich fahre schon ohne Jacke. Budapest kündigt sich frühzeitig an. Eine Stadt mit 1,8 Mil. Einwohnern. Hier ist die Moderne schon mehr angekommen. Irgendwie ist auch alles sauberer und ordentlicher. Der Biker Campingplatz ist in einem Privatgarten. Hinter einem normalen Stadthaus öffnet sich ein “großer” Garten. Zumindest sind zum Schluss ca. 15 Motorräder da aus Üoöen, Söoweniem, Frankreich und aus Auszzalien. Dazu noch einige Radfahrer und Backpacker. Insgesamt 15 Zelte. Mehr ging auch nicht mehr. Da die beiden Duschen gegen 19 Uhr immer noch besetzt sind fahre ich umgedacht mit der Metro in die Stadt. Allein das ist schon eine Reise in die Vergangenheit. Es rattert ind scheppert, aber echt ein Erlebnis. Eigentlich wollte ich ins 360 Grad Café/Bar hoch über der Stadt, aber da ist eine lange Schlange und alle riechen geeade geduscht und aufgebrezelt. Nicht mein Laden. Später stellt sichvheraus, dass nur einer reinkommt, wenneiner geht und es kostet 3 Euro Eintritt für den DJ. Da suche ich mir lieber ein kleineres gediegeneres Lokal aus. Da as ich ein Gricht wo zur Dekoration zwei Paprikastreifen drauf lagen. Die erste war schon säuischste, aber bei der Zwwiten habe ich Achnappatmung bekommen?.

Es ist jetzt 21:30 Uhr und immer noch schweißtreibend. Hoffentlich sind jetzt die Duschen frei!!

Prag – Klosterneuburg/A

Dir neue Iso-Matte ist einfach zu hart. Vielleicht sollte ich noch etwas Luft aufblasen. Ich bin gegen 8 Uhr aufgestanden und gegen 9 Uhr losgefahren. Die kurvenreiche Strecke hat es in sich. Über einen 38er Schnitt komme ich auf den ersten 120km nicht hinaus. Teilweise ist der zweite Gang zu schnell. Die Strecke ist sehr holperig und man muss wahnsinnigen Traktoristen oder Busfahrern die Bahn freimachen.  Zu Mittag gibt es Pizza und ich treffe einen dänischen Motorradfahrer, der sich zu mir an den Tisch setzt. Er war auf dem Motorradrennen in Brno und will noch zum Salzburgring nach Österreich. Er wartet, bis ich die Nimbus anwerfe. Er wollte mal wieder den vertrauten Klang der “Humblebee” hören.

Nach dem Mittag wechsel ich auf “ohne Autobahn”. Mein Rücken hat das Geschüttelt satt und so fliegen wir dahin in rasanter Fährt. Immer gehetzt und überholt von den 40-Tonnern. Plötzlich bin ich in Österreich. Es sind noch 120km bis Bratislava, aber ich habe keine Lust mehr und suche mir einen Platz an der Donau in Klosterneuburg. Dazu muss man auch noch mit einer “Rollfähre” übersetzen. Die Fähre ist an einem Seil festgemacht und fährt ohne Motor, nur mit der Stömung. Den ganzen Tag war super Wetter und ich habe einen soliden Sonnenbrand im Gesicht. Muss wohl morgen etwas kürzer treten.

341km, 46er Schnitt, max 71km/h

Annaberg – Prag

Die Nacht im Hotel war nach der Regenfahrt herrlich. Das Wetter hatte sich gebessert und so ging es bei zwar bedecktem Himmel aber trocken wieder über kleinste Strecken. Direkt nach der tschechischen Grenze ging es links rein durch den Wald, wo selbst die Tchechen hubbeliger Strecke ausschildern. Es kam mir auch direkt eine Horde GSse im Enduromodus mit einem Grinsen auf dem Gesicht entgegen. Bei bestem Sonnenschein ging es an Quadrat Kilometer großen Weizenfelder Richtung Prag. Überall kamen mir überbriete Mähdrescher auf kleinsten Feldwegen entgegen, immer durch einen vorausfahrenden Pkw gesichert. In Prag habe ich Quartier auf einem Campingplatz auf einer Moldauinsel bezogen. Nach einem Nickerchen bin ich mit einer kleiner Personenfähre (max. 20Pax) nach Prag übergesetzt. Hier tobt das Leben, überall wird Musik gespielt und Bier getrunken. Das schmeckt aber auch lecker hier. Ich durfte aber nicht zu lange trödeln, da die letzte Fähre um 21 Uhr zurück ging. Heute hat auch endlich Calea ihr Hengstfohlen zur Welt gebracht. Es ist der schwarze “Demba”.

186km, Durchschnitt: 44km/h

Arpke – Annaberg

Samstag 9:30 Uhr geht es dann auf die Bahn. Erst noch tanken und den Reservekanister auffüllen. Die Nimbus hat nur eine begrenzte Reichweite mit Reserve (10km). Erst nieselte es nur, aber schon nach kurzer Zeit musste ich den Regenkombi anziehen. Das Unwetter sollte sich bis Goslar auch nicht ändern. Danach wurde es langsam besser. Beim Griechen in Quetlenburg konnte ich schon draußen sitzen. Dann ging es weiter über kleinste Wege durch den wilden Osten, wo fleißig das Getreide gedroschen wurde. Hin und wieder gab es kurze Schauer. Im “Eispalast” kurz vor Leibzig bin ich zu Kaffee und Kuchen eingekehrt. Dann war der Sprit alle und die nächste Tankstelle noch 30km. Kein Problem mit einem gefüllten Reservekanister ✌️
Den Zielort erreichte ich wieder in strömenden Regen. Der Käufer meiner anderen Nimbus hat sich sehr gefreut und meine Maschine “bewundert”. Ich übergab die versprochenen Ersatzteile und machte mich auf den Weg nach Annaberg, da hier alle Hotels wegen eines Countdown try Festivals belegt waren. In Annaberg fand ich ein Hotel direkt am Marktplatz mit preisgünstiger Tiefgarage (0,25 Cent für 24 Stunden am Wochenende). Hoffentlich wird das Wetter Morgen besser.

417km, Durchschnitt: 48km/h

Vorbereitungen

Die letzten beiden Jahre war ich mit der Nimbus bei den europäischen Gespanntreffen in Reddinghausen und Weiswampach/Luxemburg. Auf dem letzten Treffen in Luxemburg hatte ich mit dem Nimbusgespann auch den ersten Platz als älteses Motorrad unter 1000 Gespannen errungen. Dieses Mal soll es nach Ungarn gehen. Genauer gesagt nach Kiskunfelegyhaza. Wo das genau liegt ? Werde ich noch rausfinden.

Aber zuerst musste dass Gespann auf Vordermann gebracht werden. Bei einer Putz-/Entstaubungsaktion war mir aufgefallen, dass zwei Speichen am Hinterrad fehlten. Es waren zwar noch genug andere vorhanden, aber so wollte ich die 2500 km Tour nicht angehen. Mein bevorzugter Ersatzteil Dealer in Holland, Herr Herman Mejer schaffe es auch innerhalb von einem Tag zwei neue NiRo Speichen zu liefern. Nur sollte der Einbau doch schwieriger sein, als gedacht. Für mich übrigens auch das erste Mal. Um die Speichen in der Nabe einfädeln zu können muss man sowohl die Bremstrommel als auch den Antrieb von der Nabe abschrauben. Dann ging aber alles ganz einfach. Den Antrieb habe ich dann auch noch von dem alten Fett befreit und mit neuen Molybdän-Fett (270 Gramm) gefüllt. Heute wird das Rad wieder eingebaut und das Motorrad bepackt. Morgen soll es dann nach einem gemütlichenFrühstück los gehen.

Markus war das erste Mal in Afrika – kurzes Fazit!

Auf einmal waren die Rückflüge gebucht, das Auto war gekauft, der “Fahrzeuginnenausbau” war gemacht, die nötigen Dinge waren besorgt, die Tasche war gepackt – und es ging los. Das alles verlief recht schnell aber total entspannt – wie eben auch die gesamte Reise.

Es hätte nicht besser laufen können. Kurt und ich haben die zweiwöchigen Fahrt sehr eng und trotzdem konfliktfrei verbracht. Das ist nicht unbedingt selbstverständlich.

Die  doch recht lange Fahrt durch Wüste hat sich bei mir am tiefsten eingeprägt! Es gibt dort so viel zu sehen – aber eben nur, wenn man auch wirklich hinschaut.

Man sollte aber auch Schilder nicht übersehen.

Aber wer soll denn so etwas lesen 😉

Es gab auf der ganzen Fahrt so viele Dinge (Tiere, Menschen, Landschaft und Kouriositäten), bei denen sich das Anhalten und Fotografieren gelohnt hätte, dass wir wahrscheinlich doppelt so lange gebraucht hätten.

Der Mann, der einen Hammam (Badehaus) mit der Hand beheizt

Der entspannte Tankwart

Bisher unbekannte Wetterbeschreibungen auf dem Smartphone

Endlich mal ein Baum

Omas letzte Reise

 

Beeindruckend war auch, wie sehr sich doch alles an Grenzen verändert. Landschaft und Menschen sind in Marokko, Mauretanien und dem Senegal doch sehr unterschiedlich. Aber, wir hatten nicht eine, auch nur im Ansatz, gefährliche Situation.  Afrika hat auf alle Fälle ein riesen Problem und das ist der Müll. Zu diesem Thema muss noch viel Bewusstsein geschaffen werden. Die Menschen (auch die offiziellen, wie Polizei, Militär und Zoll) waren allerdings in allen afrikanischen Ländern freundlich, hilfsbereit und fast immer gut drauf.

Schön war es auch, Andrea in Gambia zu treffen. Wir hatten eine lustige Zeit miteinander. Ich danke Kurt und Andrea sehr, weil diese drei Wochen ohne die Beiden nicht möglich gewesen wären,

Mein erstes Mal in Afrika war einfach toll und bestimmt nicht das letzte Mal … es gibt noch so einiges zu Entdecken…!!!!

 

2. Besuch beim Haus März/April 2017

Bautagebuch

Das ist mein modernes Büro. Mit moderner Telekommunikationsanlage und Internet, Augen und Nerven schonenden Tageslichtlampen und gute-Laune-Wandpostertapete mit Kuh, einer bequemen Liege für den Powernap. Zwanglose Kleidung inbegriffen.

So sah mein Haus mal aus. Lamin hatte bereits die Wände abgebürstet und sie damit von Algen und Moos befreit.

Die Betondecke ist jetzt raus. Die Balken kommen später raus.

Zum Glück habe ich den Sprinter noch, mit dem Kurt und Markus nach Gambia gefahren sind. So kann ich alle Materialtransporte selber übernehmen!

Und das ist mein Haus mit Dach und Fenterläden. Die Tür wird noch eingebaut, dann ist die Hütte einbruchsicher.

Ist es nicht ein wunderschönes Haus? Wenn es dann noch gestrichen ist, ein paar Blumentöpfe u.s.w. das Anwesen schmücken…Dann fangen wir mit dem Innenausbau an…Ich freu mich schon drauf!

 

Mittwoch, 19. April

Heute Nachmittag muss ich zum Flughafen, um 20.30 Uhr geht der Flieger. Es war eine lange Zeit. Aber ich bin zufrieden mit dem Geschafften. Bis auf die Haustür ist alles erledigt, was ich erledigen wollte. Sogar die Unterschrift vom Katasteramt hat Lamin heute endlich für mich bekommen. Damit ist auch der Eigentümerwechsel geklärt und erledigt! Wie schön das doch ist!

Dienstag, 18. April

Heute bringe ich noch 5 Sack Zement zur Baustelle, damit Louis genug davon hat, um die ganzen Putzarbeiten zu erledigen.

All den Schwarzsehern entgegne ich, dass es auf der ganzen Welt nicht eine einzige Baustelle geben dürfte, auf der nicht geklaut wird. Und wenn bei mir ein, oder zwei Sack Zement geklaut werden, bringt mich das nicht um.

Der, der mich am meisten vor den klauenden Afrikanern warnt, ist Banna. Als ich bei ihm in seiner kleinen Lodge war, zeigte er mir stolz ein paar gute Bodenfliesen, die er günstig bekommen hätte, und mit denen er das eine Zimmer renovieren will. Später zeigte er mir in Georgetown das neue, noch im Bau befindliche Regierungsgebäude. Dort waren genau diese Fußbodenfliesen verarbeitet…Ich habe ihm erklärt, solange es Leute gibt, die möglichst günstig Baumaterialien einkaufen wollen, gibt es auch Leute, die Geklautes verkaufen. Gern auch auf Baustellen Geklautes. Er hat verstanden, was ich meinte.

Aus den Bewehrungseisen aus der Betondecke, die wir ausgebaut hatten, sägt Louis heute Stücke ab, um daraus die Dachanker zu biegen. Was für eine Mühsal! Seine Eisensäge hat keinen Griff! Nur das Sägeblatt. Dann biegt er die 4mm – Eisen, bis er alle fertig hat.

Mit HiIfe einer Leiter, die er aus den restlichen Dachlatten gebaut hat, Hammer und Meißel, macht er sich dann daran, Schlitze für diese Anker. Die Anker werden über die Dachbalken gelegt und im Mauerwerk mit Mörtel eingesetzt. Das soll das Dach vorm Wegfliegen schützen.

Ich bin wie immer von der Arbeitsleistung beeindruckt. Es gibt keine Hektik und keinen Stress. Alles ist körperliche Arbeit, ohne vielen technischen Schnickschnack als Hilfsmittel. Es ist heiß! Aber das zwar langsame, aber stetige Arbeiten mit Pausen zwischendurch, bringt gute Ergebnisse!

Für mich ist heute der letzte Arbeitstag. Ich berate mich mit Louis, wie viel ich dem Zimmermann geben soll? Schließlich soll er im Dezember das Dach von innen verkleiden. Er rät mir dann zu einem Betrag. Und dann fragt er: “And my money, do you take it all to Germany?” – Oh Louis, ich hätte fast Tränen gelacht! Er hat so eine freundlich-naive-lustige Art sich auszudrücken, was an mangelnden Englischkenntnissen liegen mag…Und: nein, natürlich nehme ich nicht alles mit nach Deutschland und er bekommt natürlich seinen Abschlag!

Montag, 17. April

Das Dach ist fertig. Leider ist der Dachüberstand nicht so groß wie besprochen. Wenn der Dachüberstand deutlich größer sein soll, müsste man das Dach außen abstützen. Es ist aber überhaupt kein Problem, das nachträglich noch zu erledigen. Ich fände es schön, wenn der Eingangsbereich großflächig überdacht ist, um da dann eine Veranda zu haben.

Für den Maurer Louis ist nun noch einiges zu tun. Er wird in meiner Abwesenheit weiter arbeiten. Wohl oder übel werde ich ihm einen Vorschuss zahlen. Er ist hier aber ein allgemein angesehener Mann und ich glaube nicht, dass er mein Vertrauen missbraucht. Das würde ihm nicht gut tun…

Er wird die Haupteingangstür noch einbauen und die Wände rechts und links davon verstärken. Außerdem ist der Türsturz zu ersetzen.

Innen und außen ist außerdem noch einiges zu verputzen.

Sonntag, 16. April

Bannas kleine Talamanca Lodge beherbergt jetzt vier Zimmer, von denen er eines selbst bewohnt, zumindest, wenn er Gäste hat. Ich durfte das neueste Zimmer bewohnen, das direkt am Fluss liegt und schön luftig ist.

Um 7.00 Uhr wurde ich von den Rufen der Leute wach, die mit einem der kleineren Boote übersetzen wollen. Auch die Autofähre war schon in Betrieb. Es war noch schön kühl draußen. Deshalb öffnete ich meine Zimmertür weit und verkroch mich dann wieder unter meinem Mossinetz.

Eine Stunde später kam dann Banna aus seiner Kemenate. Bis ich mich frisch gemacht hatte, hatte er Frühstück besorgt und Kaffee gemacht. Auf diese Terasse am Fluss trete ich immer vollkommen weg. Stundenlang kann ich dort sitzen und nichts weiter tun, als die Leute am Fluss zu beobachten! Die Frauen waschen dort die Wäsche, Männer ihre Ziegen, Leute warten auf ein Boot zum übersetzen. Alles ist vollkommen entspannt. Vögel fliegen, fischen sich einen Fisch aus dem Fluss, Fische springen aus dem Wasser, eine leichte, frische Brise weht vom Fluss her. Wenn ich irgendwo wirklich richtig entspanne, dann auf dieser Terrasse.

Banna und ich machen dann noch eine Touritour durch Georgetown, das früher mal ein großer, wenn nicht der größte Sklavenumschlagplatz in Westafrika war. Also ein Ort mit Geschichte und historischen Gebäuden. Ich will von den Fotos Postkarten drucken lassen, die Bannas älteste Tochter dann an Touris verkaufen kann. Es gibt dort keine einzige Ansichtskarte zu kaufen!

Dann mach ich mich gegen 12.00 Uhr mittags auf den Weg zurück an den Strand. Meine Rechnung ging auf. Zu dieser Tageszeit sind die Polizisten an den Checkpoints entweder Siesta machen, zum Mittagessen, oder schlicht lustlos, um viele Fragen zu stellen, oder gar “a little chat” mit mir halten zu wollen. So benötige ich für die Strecke heute eine geballte Stunde weniger!

Bei Jawla am Strand und Restaurant steppt der Bär! Schon der Parkplatz ist proppenvoll und ich stelle den Sprinter genau in die Mitte. So kommen alle irgendwie an ihm vorbei und vom Parkplatz herunter.

Ich erzähle niemandem von meinem Geburtstag und genieße den Tag im Stillen. Ich finde das richtig toll!

Sonnabend, 15. April

Wie jeden Morgen treffen Louis und ich uns um 8.30Uhr auf der Baustelle, um dann mindestens eine Stunde auf die Zimmermänner zu warten.

Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, morgens einen Saft und einen Kaffee zu trinken, bevor ich losfahre. Dazu ein ein paar Kekse. Das ist besser. Zu Hause macht es mir nichts aus, morgens mit nur einem Schluck Wasser den Tag zu beginnen, und dann irgendwann zu frühstücken. Aber das Klima hier verlangt dem Körper einiges ab. Da braucht der von Anfang an Energie….

Als dann die Zimmermänner auftauchen, mach ich das Thema Arbeitsbeginn zum Thema. Aber der Chefzimmermann meinte dann, dass sie um 8.30 Uhr anfangen. Darauf habe ich festgestellt, dass dann unsere Uhren vielleicht unterschiedliche Zeiten anzeigten, und wir die mal vergleichen sollten. Das musste er sehr lachen und meinte, dass sei wirklich nicht nötig! Er sei sich sicher, dass unsere Uhren die gleiche Zeit anzeigten. Ein Uhrenvergleich wäre wirklich nicht nötig. Aber sie müssten ja von Brikama mit dem Bushtaxi kommen. Das fährt erst los, wenn es voll ist, hält an jeder Laterne um Leute raus und rein zu lassen. Da brauchts für die 20km schon mal eine Stunde. Ich kenne das Problem und zeige Verständnis. Letztendlich kann es mir egal sein, wann sie arbeiten, so lange sie das Dach vor meinem Abflug fertig bekommen. Ich mach ihm also klar, dass es kein Geld gibt, wenn das Dach vor Mittwoch nicht fertig wird. Eine Vorauszahlung käme unter keinen Umständen in Frage.

Sehr offensichtlich ungern überlasse ich Louis den Schlüssel für den store. Ich versichere Louis, dass das einzig und allein damit zu tun hat, dass es der einzige Schlüssel für den store ist, den es in Gambia gibt, und weil der store nicht mir, sondern Holli gehört. Das versteht Louis sehr gut und bittet mich, ihn morgen anzurufen, wenn ich auf meinem Rückweg von Georgetown an der großen Moschee vorbeikomme. Er würde mir dann den Schlüssel zurück geben. Nach meiner Ansage behandelt er den Schlüssel wie ein Heiligtum!

Tja. Und dann fahr ich nach Georgetown. An den gefühlten 25 Polizeikontrollen auf der knapp 300km langen Strecke hätte ich mich wohl 20 Mal von einem Polizisten heiraten lassen können. Aber weder war ich willens, einen Polizisten zu heiraten, noch in der Lage, kleine Geschenke oder Kugelschreiber an die Staatswächter zu verteilen (meine Begründung: hab ich schon in einer Schule gespendet. Achtungsvolles Kopfnicken). Auch konnte ich leider keinen Polizisten ein Stück mitnehmen mit der Begründung, dass mir das nicht erlaubt sei. Auf die Frage, wer mir das verboten hätte, kam zum Glück niemand!

Einer von ihnen kontrollierte meinen Pass und las sogar drin: Andrea Marie Louise Buckolz. Nice name! Und dann las er sogar mein Geburtsjahr! Guckte mich an und meinte beruhigend, dass ich aber viel jünger aussähe. Ich glaube, dieses Schmeicheleien sind der eigentliche Grund, weshalb ich so gern nach Gambia komme….

In Soma dann, auf halber Strecke, würde es ernst. Ich musste das Auto verlassen und verschiedene Stationen ablaufen. Polizei, Immigration, Zoll. Ach Du liebe Sch… Das könnte problematisch werden, denn das Auto ist nicht verzollt! Noch nicht! Müsste es aber, wenn ich damit durch die Gegend fahre. Meine Strategie: dumm stellen, nichts verstehen, die falschen Zollpapiere aus Sennegal zeigen. Eine Banane kauend schlenderte ich zum Zollbeamten, verstand kein Wort, legte ihm Fahrzeugschein, Versicherung und die senegalesischen Zollpapiere hin. Er sah sich alles lange und genau an, während ich meine Banane kaute, drehte das senegalesische Zollpapier um, holte Stempel und Stempelkissen aus der Schublade, stempelte das senegalesische Zollpapier hübsch ab und gab mir den ganzen Kram zurück und wünschte mir noch eine gute Reise. Um ein Haar hätte ich ihm meine Banane auf den Schreibtisch geprustet. Aber ich tat wichtig und freundlich und zog schlendernd mit meiner Bananenschale davon, die ich gut für ihn sichtbar demonstrativ in einen Mülleimer warf. Das war geschafft!

Nach fünf Stunden Fahrt kam ich in Georgetown an.  Nach der Begrüßung und dem Kauf kalten Flaschenwassers ( meines im Auto war kurz vorm Siedepunkt) ließ ich mich von Banna zu einer ehemaligen lodge bringen. Eine wunderschöne Anlage auf Mc Carthy Island, auf der auch Georgetown im Gambiafluss liegt, mit Pool und wunderschönen  Safarizelten am Flussufen. Leider alles verfallen, verwahrlost und nicht mehr in Betrieb. Anschließend habe ich dann alle abgeklappert. Bannas Frau Fanta ist von ihrem Familiencompound weggezogen. Sie wird wohl schnell zur Furie und ihr Leben dort war für alle eine Qual. Jetzt teilt sie mit ihren drei Töchtern zwei Zimmer Bad in einer Mietwohnung. Danach zu Bannas Zieheltern. Eigentlich Onkel und Tante. Ich mag den Onkel. Leider ist er erblindet, nachdem er pensioniert wurde. In seinem aktiveren Leben hat er als Tierarzt gearbeitet und sich vor allem um Kühe gekümmert. Er hat nie studiert, sondern seine Kunst von seinem Vater und anderen, auch bei Workshops, gelernt. Er hat sich wie immer sehr über meinen Besuch gefreut. Und ich hab mich gefreut, ihn nach wie vor bei guter Gesundheit zu erleben, abgesehen von seiner Erblindung. Er ist ein stattlicher Mann und hat von seiner Ausstrahlung bisher nichts eingebüßt.

Abends dann gab es eine kleine Party zu meinem bevorstehenden Geburtstag. Banna kaufte Hühnerbeine und Zutaten, Fanta würzte das Ganze und grillte es anschließend. Ich übernahm die Getränkeversorgung und mit den Kindern und noch einem Freund Bannas hatten wir einen vergnüglichen Abend, bei dem die Kinder feststellten, dass ich nicht singen kann. Dafür können die beiden großen Mädchen nicht nur singen, sondern mit ihren 6 und 12 Jahren tanzen und mit dem Hintern dabei wackeln, wie die Großen. Das lernen sie schon im Kindergarten. Um 23 Uhr waren dann alle weg und ich ging in die Heia. Es war ein langer Tag!

Freitag, 14. April

Naja, es gibt keinen Grund zum meckern! Alle waren da! Die Zimmermannbande, Louis mit seinem Helfer. Die Dachkonstruktion ist heute fertig geworden!

Wie man unschwer auf dem Bild erkennen kann, hat auch Louis seine Arbeit gemacht und die ersten vier Fenster eingebaut. Ich bin dem heutigen Werk sehr zufrieden. Das sag ich auch Louis.

Nun ruft der wohlverdiente Feierabend! Deshalb lade ich die ganze Bande ins Auto und nehme sie mit zur Bussatation. Dann brauchen sie die 600 m nicht laufen….

Donnerstag, 13. April

Heute Morgen hatte ich etwas mehr Zeit, weil ich mit Louis erst um viertel vor neun und dann am “Baumarkt” verabredet war. Deshalb habe ich ein wenig gefrühstückt. Die Küche war noch nicht im Betrieb, aber zumindest konnte ich meine Mango mit meinem Joghurt essen und bekam von Alex Kaffee und Saft.

Dann zum “Baumarkt”. Der Chef von selbigen hat mich direkt angequatscht. Nun weiß ich, dass es hier wirklich so ziemlich alles gibt, was man auf dem Bau so braucht. Unfassbar! Auch ein neues Schloss fürs Motorrad hab ich bekommen. Das andere lässt sich nicht mehr öffnen. Ich nehme an, das ist Sand ins Schloss gekommen.

Jedenfalls hab ich heute morgen Zement, Bewährungseisen (8mm), Wellblech und roofnails dort eingekauft und in unseren store auf dem Nachbargrundstück (was ein Segen, das wir einen Raum bei Holli als Store benutzen können) gebracht. Das waren schon zwei Fahrten! Und man sollte nicht glauben, dass der Weg zum Grundstück einer wohlausgebauten Wohnhaussiedlungsstrasse gleicht!

Und dann noch zum Schweisser, um die fertigen und hellblau angestrichenen Fenster und Türen abzuholen. Der Schweißer hat sich über die zweite Rate richtig gefreut! Möglicherweise kriegt er nicht immer so pünktlich und anstandslos seine wohlverdiente Kohle…. aber Fenster und Türen sind wirklich schön geworden.

Nun haben wir alles, was wir brauchen, um das Projekt zum Gelingen zu bringen. Das wichtigste ist wohl, dass ich den Schlüssel zum store habe, wo alles gelagert ist.

Ach ja, der Zimmermann, konnte heute nicht kommen, weil es irgendwelche Probleme gab. Ach, und Louis, der Maurer, konnte heute noch nicht anfangen, weil er die Schubkarre nicht mitgebracht hatte.

So gab es für mich einen unerwarteten, aber erfreulich freien Nachmittag am Strand und damit Gelegenheit meinen Flüssigkeits-, Mineral- und Vitaminmangel mit diversen Getränken wie Wasser, Papayasaft ( gut bei Durchfall und sehr mineralhaltig), Tonic (chininhaltig gegen Malaria) und Bier (nicht zu unterschätzender Vitamien B Gehalt) aufzufüllen. Außerdem gab mir dieser freie Nachmittag Gelegenheit, meine Körpertemperatur auf einem konstant normalen Level zu halten durch regelmäßige Bäder im Ozean.

Es läuft!

Mittwoch, 12. April

Was für eine unerträgliche Hitze! Harmatan, das heißt, heißer Wind aus der Wüste. Die Haut trocknet aus, die Lippen springen auf, die Luft ist vor laute Wüstenstaub gelb-milchig. Kein Geschenk, wenn man dabei noch denken, arbeiten und organisieren muss. Außerdem hatte ich schlecht geschlafen. Und den Tag über zu wenig Flüssigkeit zu mir genommen. Da kommt prompt die Quittung. Abends Durchfall und die Nacht furchtbare Kopfweh.
Auch Arbeitsmäßig ging es eher schleppend voran. Die Zimmermänner haben zwar gearbeitet, aber auch nur im Sparmodus. Wer kann es Ihnen verdenken? Gestern hat wirklich jeder übers Wetter und die Hitze geklagt.

Als ich dann abends wie gewohnt hier am Strand auf mein Essen wartete die plötzlich Wende. Von eine Minute auf die andere wechselte der Wind die Richtung und kam nun vom Meer und brachte eine herrlich erfrischende Brise. Was für ein Segen?!

Dienstag, 11. April

Geht doch! Die Dachkonstruktion ist soweit fertig. Jetzt können die Dachlatten drauf! Aber das Schönste ist, dass sie Louis mit der Kalkulation des Holzbedarfs ziemlich vertan hat und nun noch sehr viel Holz vom 2/3inches übrig ist, so dass wir erstmal kein weiters Holz kaufen müssen. Dafür fahren wir morgen los, um Wellblech zu kaufen.

Auch der Schweißer ist eingenordet und wird Donnerstag mit den Schweißarbeiten fertig sein. Am Freitag und Sonnabend sollen dann Fenster und Türen eingebaut werden. Damit wird Louis auch mit den Maurerarbeiten am Haus beginnen. Ich bin also wieder zuversichtlich, das wir voran kommen.

Morgen werden Louis und ich Sand, Steine, Wellblech und Zement einkaufen.

Jawla kam heute mit einer weiteren Rate von 25000D rüber, so dass ich auch kein weiteres Geld tauschen muss.

Es läuft!

Montag, 10. April

Um 8.30h wollten Sanyang, der Carpenter und ich uns auf der Baustelle treffen. Punkt 8.30h war ich da. Während man bei uns den Akademikern eine viertel Stunde Verspätung einräumt, räume ich den hiesigen Handwerkern eine halbe Stunde ein. Dann überkommt mich ein starkes Bedürfnis, Louis anzurufen und zu fragen, ob er o.k. ist? Er war dann auch gleich am Telefon, fragte überrascht, ob ich auf dem Bau sei und sichert  mir zu, dass er sich jetzt auf den Weg macht. Gegen viertel vor zehn war er dann da.

Zu meiner Verwunderung, warum er trotz Verabredung nicht da war erklärt er mir, dass er heute länger geschlafen hätte. Achso.

Und wie war das Wochenende? Fragte ich ihn. “Oh, nice.” – Aha.

Dann habe ich mich bemüht ganz freundlich zu bleiben bei der Erklärung, dass ich das anders gewohnt sei. Wenn man sich für 8.30h verabrede, sei man dann auch da und versuche pünktlich zu sein.

Louis, ein weiser Mann überlegte einige Zeit, dann erklärt er mir, dass das hier ja Afrika sei. Und hier lägen die Dinge anders. – Ah ja. Hmm.

Als um halb elf der Carpenter noch immer nicht da war, wurde ich doch allmählich etwas ungeduldig. Dann holte ich aus, und erklärte, dass ich ja oft genug darauf hingewiesen habe, dass ich am 19. April, also nächste Woche Mittwoch Abreise, und bis dahin die Arbeiten fertig sein müssten. Louis meinte darauf, dass er ja auch noch weiter arbeiten könne, wenn ich weg sei. Jetzt kam ich aber in Fahrt und erklärte ihm, dass, wenn ich weg sei, es auch kein Geld mehr gäbe, weil ich ja nicht mehr hier bin. Louis von das unproblematisch. Ich könne ja im Voraus zahlen.

Jetzt musst ich erstmal etwas verdauen, um nicht auszuflippen. Wanderte auf und ab und dann gab es meinerseits ein paar klare Ansagen, schwang mich aufs Moped und fuhr stinksauer davon. Wir hatten einen halben Tag verschenkt. Das wurmt mich, zumal mir niemand sagen kann, wie lange es braucht, das Dach fertig zu stellen.

Freitag, 7. April

Mit Louis fahre ich zum Schweißer, der die Türen bereits weitestgehend fertig hat. Türen und Fenster sollen hellblau gestrichen werden. Die Türen sehen schön aus, mit eingestanzten Sternen!

Alles macht einen prima Endruck. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir bis zu meiner Abreise alles schaffen.

Mittwoch. 5. April

Ich fahre zur Baustelle. Louis ist heue mit einem älteren Jungen da. Leider hat die Schubkarre einen Platten. Also Schubkarre, Louis und Junge ins Auto und Schlauch und Mantel kaufen, dann zur Reparaturwerkstatt. Dort liefern wir Schubkarre, Schlauch, Mantel und Jungen ab und fahren weiter nach Brikama, Holz fürs Dach kaufen.

Nachdem das Holz bezahlt ist, suchen wir noch einen LKW aus, der das Holz nach Sanyang bringen kann. Ausserdem besorgt der LKW-Fahrer ein paar Jungs fürs be- und entladen. Mit dem Fahrer verhandel ich einen Preis von 1.500D für alles zusammen.

Dann fahren wir auf dem Lorry mit zum Sägewerk. Der LKW wird beladen. Nun bekomme ich auch seitens des Verkäufers eine Quittung.

Man bringt mich zu meinem Bus zurück, Louis bleibt auf dem Lorry, um den Weg zu weisen. Wir treffen uns auf der Baustelle und laden das Holz bei Holli ab.

Mittlerweile sind ein paar mehr Jungs da, die den Schutt beseitigen. Die Schubkarre ist repariert.

Alles sieht gut aus. Von Louis erfahre ich, dass morgen Feiertag ist. Parlamentswahlen. Auch Freitag wird niemand arbeiten.

Wir verabreden uns für Montagmorgen um 8.30h auf der Baustelle. Der Carpenter soll dann auch dort sein und mit dem Dach beginnen.

Dienstag, 4. April

Heute wird noch weiter Decke ausgebaut. Wir drei machen eine Angeltour auf dem Fluss.

Montag, 03. April

Louis ist pünktlich mit einem Helfer da und fängt an, die Betondecke zu entfernen. Dies geht erstaunlich leicht, dank wenig Zements und noch weniger Eisen in der Decke.

Abends ist bereits der grösste Teil der Decke entfernt.

Donnerstag, 30. März

Louis Sanyang kommt zum Beach und wir besprechen das weitere Vorgehen. Er wird Montag mit dem Abriss der Betondecke beginnen.

Die Holzbalken sollen zunächst drin bleiben. So möchte es der Zimmermann, der das Dach bauen wird.

1. Besuch beim Haus Nov. 2016

Andrea ist allein zwei Wochen nach Gambia geflogen, um die ersten Dinge für das neue Haus zu klären. Bei Jawla, den Hotelbesitzer der “Rainbow Lodge”, wo wir immer am Strand in Gambia übernachten hat gute Verbindungen zu bewährten Leuten. Und auch Lamin, der Nachwächter und facility manager des Nachbargrundstücks (das Haus von Holli) kennt unser Haus sehr gut und kennt auch viele Handwerker. So ergibt sich eine Zusammenarbeit mit Louis Sanyang, einem “Generalunternehmer”. Er hat die oberste Bauaufsicht und koordiniert die verschiedenen Gewerke. Eigentlich ist er “builder”, also so etwas wie Maurer. Er besorgt aber auch den Schweisser für die Türen und Fensterläden, sowie den Carpenter, der das Dach machen soll. Die Zementarbeiten macht dann Louis. Jeder kann nun sein Angebot abgeben und dann wird gefeilscht.

Da ist Andrea in ihrem Element. Das ist immer, was sie machen wollte.